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Rettung in letzter Minute

Eingestellt von

Peter Rieger
Peter Rieger
am 15.01.2009

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Ort

Zellerstraße, Stuttgart

Zeitzeugenbericht

Aufgewachsen im Wohngebiet Lehen, genauer gesagt in der Tulpenstraße, lag das zu einem Lager für Zwangsarbeiter usw. umfunktionierte Schulgebäude in der Zellerstraße direkt vor unserem Blickfeld.
Kurz vor Ihrer Abreise wurden plötzlich die Wohnungen in der Umgebung durchgestöbert und die Nähmaschine meiner Mutter mitgenommen. Dies betraf aber auch das gesamte Wohngebiet und die entsprechende Aufregung unter den Anwohnern war entsprechend groß.
Doch es konnte uns geholfen werden. Zwei Stockwerke unter uns wohnte ein Wagenmeister der damaligen Reichsbahn und der informierte die betroffenen Nachbarn, dass wir uns keine Sorgen um unser Eigentum zu machen hätten.
Am Tag X sollten wir alle im Güterbahnhof erscheinen und uns dort in einem bestimmten Schuppen aufhalten bis der Zug abgefahren ist.
Es gelang ihm, die am Schluss des Zuges eingestellten Wagen, mit den geplünderten Waren, nicht an das Bremssystem anzuschließen und im Moment des Anfahrens die Kupplung zu lösen.
Ich sehe noch heute die auf der offenen Platform des letzten Wagens stehenden Personen, wie sie rufend und händeringend zusehen mussten, dass ihre Beutezüge umsonst waren.
Anschließend zog eine Karawane beladener Leiterwägela vom Hauptbahnof Richtung Marienplatz.

Dieser Bericht interessiert einen Chronisten



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