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"Eine Nacht in Venedig" auf dem Eckensee

Eingestellt von

Curt Cremer
Curt Cremer
am 04.11.2008

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Ort

Eckensee, Stuttgart

Zeitzeugenbericht

Es war kurz vor der Zeit, als das Foto von Gerd Lederle im Jahr 1958 (das Foto findet sich, wenn Sie unter Volltextsuche Lederle eingeben) entstanden ist, da wurde das Staatstheater innen renoviert und währenddessen „Eine Nacht in Venedig“ auf dem Eckensee gespielt. Der damalige Caramello übrigens war Fritz Wunderlich. Etwa 30 Mal haben wir unter meiner Stabführung die Operette von Johann Strauß mit Riesenerfolg aufgeführt. (Zur damaligen Zeit war ich Kapellmeister an der Staatsoper Stuttgart).

Am Tag der Generalprobe hatte es geregnet, so dass wir für die Premiere fürchteten. Aber am Premierenabend schien der Vollmond am wolkenlosen Himmel und die Gondel mit dem Herzog von Urbino wurde von den beiden Eckenseeschwänen auf den Canal Grande geleitet, die zuvor von der Bildfläche verschwunden schienen. Gewaltig waren die Auf- und Überbauten die sich über den gesamten Eckensee erstreckten.

Die Distanz zwischen Chor, Solisten und Orchester betrug mehr als 150 m. Eine schöne Erinnerung an den damaligen runden Eckensee, was bestimmt vielen Besuchern der Aufführung in Erinnerung geblieben ist.

Curt Cremer, Chefdirigent a.D. (WDR)

Dieser Bericht interessiert 4 Chronisten



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Kommentare

von Gertrud Eisenhut, am 14.01.2009 19:24 Uhr

An dieses Ereignis kann ich mich noch erinnern. Als Dreizehnjährige war es die erste "richtige" Theateraufführung für mich. Besonders aufregend fand ich, dass einige der Schauspieler per Kopfsprung ins Wasser sprangen! Der "runde Eckensee" hieß aber einfach nur Theatersee, stimmt's?
Gertrud Eisenhut



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