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Kinderlandverschickung

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Ingeborg Kircher
Ingeborg Kircher
am 18.09.2008

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Stuttgart



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Zeitzeugenbericht

Am Ende des Zweiten Weltkriegs sind die meisten Stuttgarter Kinder aufs Land geschickt worden, um besser geschützt zu sein. Viele kamen bei Verwandten unter, viele mussten aber bei wildfremden Menschen wohnen - auch Ingeborg Kircher (hintere Reihe, Dritte von links). Sie musste damals in der Dachkammer alleine schlafen. "Ich war ganz allein, die Balken haben geknirscht, und es gab auch keinen Ofen - ich habe mich schon ein bisschen gefürchtet", erinnert sie sich an ihre Zeit in Giengen an der Brenz.

Rund zwei Jahre musste Ingeborg Kircher dort blieben. Die Eltern konnten sie in dieser Zeit nur einmal besuchen. "Und für uns war es unmöglich, nach Stuttgart zu fahren - das war verboten", so Ingeborg Kircher. Manche hatte furchtbares Heimweh nach den Eltern.

An eine tragische Episode erinnert sich Ingeborg Kircher besonders: Damals war in Giengen Scharlachverdacht, und eine Schulkameradin, die bei einem Zahnarzt untergebracht war, wurde deswegen von dem Zahnarzt nach Hause nach Stuttgart heimgeschickt. Zwei Tage später wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter und Großmutter durch eine Fliegerbombe getötet.

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