Die Geschichtswerkstatt von Stuttgarter Zeitung und Stadtarchiv
Startseite
Werden Sie Chronist
Themen
Orte
Zeiten
 

Bilder von der Königstraße

1806-2008

Bilder zum Thema





Liebe Nutzer von „Von Zeit zu Zeit“, zum 31. Dezember 2017 werden wir das Portal einstellen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis
Ihre Redaktion

Anmelden


Möchten Sie auch Bilder beitragen oder Ihre Erinnerungen zu einem Thema aufschreiben? Hier geben wir Ihnen alle Informationen, wie „Von Zeit zu Zeit“ funktioniert.



Zeitliche Einordnung


Bilder hinzufügen

Sie wollen eigene Bilder zu diesem Thema hochladen?
Sie wollen einen Zeitzeugenbericht zu diesem Thema schreiben?

Foto: Stadtarchiv Stuttgart
Auch an der Königstraße ist der Krieg alles andere als spurlos vorübergegangen. Die meisten prunkvollen Fassaden aus dem 19. Jahrhundert sind zerstört.

Dieses Bild interessiert 11 Chronisten


Dieses Thema interessiert 9 Chronisten


Sie ist die Pulsader der Stadt und für viele Touristen erste Anlaufstelle: die Königstraße. 1100 Meter Shopping pur, das ist schon seit bald 200 Jahren so, als König Friedrich die Renommiermeile anlegen ließ. Eine reine Fußgängerzone ist sie erst seit 1978.

Von Matthias Ring

Die Königstraße hat ihren Namen vom … König ist doch klar. König Friedrich ließ im Jahr 1806 den Großen Graben vor der Stadtmauer um die Altstadt auffüllen und eine Prachtstraße anlegen. Ihr Name soll aber weniger an den König selbst erinnern, dafür gibt es schließlich die Friedrichstraße, sondern mehr an den Umstand, dass Württemberg eben just im Jahr 1806 Königreich geworden war.

In der Mitte thront seit 1860 der Königsbau, in dem damals schon 43 Läden ihren Betrieb aufnahmen. Den Abschluss der unteren Straße bildete das Esslinger Tor, das aber 1922 nach dem Bau des neuen Hauptbahnhofs zum Verkehrshindernis geworden war und abgerissen wurde. Denn in der Weimarer Republik entwickelte sich die bislang eher unbedeutende Stichstraße zu einer Hauptverkehrsachse, durch die auch bis 1978 die Straßenbahn fuhr. Erst durch deren Weg in den Untergrund ist die Königstraße zur reinen Fußgängerzone geworden – eine der längsten Deutschlands übrigens.

Im Krieg ist die Prunkstraße weitenteils zerstört worden, nur wenige alte Fassaden sind erhalten geblieben wie die des 1897 eröffneten Hotels Marquard. Auch Wohnungen für wohlhabende Bürger, die sich hier im 19. Jahrhundert niederließen, sind heute kaum noch vorhanden. Die Königstraße ist fast auschließlich eine Geschäftsstraße mit einem sehr hohen Filialisierun­gsgrad: 90 Prozent der Verkaufsfläche sind in den Händen großer Unternehmen. Das liegt auch daran, dass sich kaum ein kleiner Einzelhändler Preise von bis zu 17 000 Euro pro Quadratmeter leisten kann.


Kommentare

(Noch keine Einträge vorhanden)



Stuttgarter Zeitung
 
 
von Zeit zu Zeit