Die Geschichtswerkstatt von Stuttgarter Zeitung und Stadtarchiv
Startseite
Werden Sie Chronist
Themen
Orte
Zeiten
 

Stuttgart und sein Schiller-Denkmal

1839-2013

Bilder zum Thema





Liebe Nutzer von „Von Zeit zu Zeit“, zum 31. Dezember 2017 werden wir das Portal einstellen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis
Ihre Redaktion

Anmelden


Möchten Sie auch Bilder beitragen oder Ihre Erinnerungen zu einem Thema aufschreiben? Hier geben wir Ihnen alle Informationen, wie „Von Zeit zu Zeit“ funktioniert.


Zeitliche Einordnung


Bilder hinzufügen

Sie wollen eigene Bilder zu diesem Thema hochladen?
Sie wollen einen Zeitzeugenbericht zu diesem Thema schreiben?

Foto: Stadtarchiv Stuttgart
Der 100. Todestag von Friedrich Schiller im Jahr 1905 war für die Stuttgarter ein bedeutender Anlass, auf dem Schillerplatz eine Feier für den schwäbischen Dichterfürsten zu veranstalten.

Dieses Bild interessiert 6 Chronisten


Dieses Thema interessiert 5 Chronisten


Im 19. Jahrhundert und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ist dem in Marbach geborenen Dichter Friedrich Schiller größte Huldigung widerfahren – er war weit mehr als nur ein Schriftsteller, er war ein Nationalheld.

Von Thomas Borgmann und Thomas Faltin

Sichtbarer Ausdruck dieser Verehrung war in Stuttgart im Jahr 1839 die Aufstellung des Schillerdenkmals auf dem Schillerplatz. An diesem 8. Mai 1839, dem 34. Todestag von Friedrich Schiller, hatte das alte Stuttgart die bis dahin größte bürgerschaftliche Demonstration ihrer Geschichte erlebt. Wie die Chronisten berichten, drängten sich 30.000 Menschen zwischen dem Alten Schloss und der Alten Kanzlei – dabei hatte die Stadt damals nur 40.000 Einwohner. Albert Schott, der Vorstand des 1824 gegründeten Liederkranzes und Führer der liberalen Bewegung in Württemberg, hatte es vermocht, Europas größten Bildhauer jener Zeit, den Dänen Berthel Thorvaldsen, für die Schaffung des Schillerdenkmals zu gewinnen. Der Hofbaumeister Nikolaus von Thouret gestaltete dazu den Sockel.

Zum 100. Todestag Schillers im Jahr 1905 hat es in Stuttgart ebenfalls eine große Feier gegeben. Das Denkmal, bei dessen Gestaltung sich Thorvaldsen an die berühmte Schillerbüste des Bildhauers Johann Heinrich Dannecker gehalten hatte, hat die Zeitläufte überdauert. Im Zweiten Weltkrieg wurde es, neben vielen anderen Kunstwerken, im Wagenburgtunnel eingelagert und nach dem Zweiten Weltkrieg am 10. November 1945 feierlich wieder aufgestellt – für die Menschen im völlig zerstörten Stuttgart ein Zeichen der Hoffnung und der Rückbesinnung auf die humanistische Kultur und Bildung.

Erst in den siebziger Jahren, beim Bau der Tiefgarage unter dem Schillerplatz, musste das Denkmal vorübergehend weichen. Damals ist es auch gründlich restauriert worden.


Zeitzeugenberichte

Die „Mausefalle“ in der Tübinger Straße als Kleintheater
Wohl anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Schiller gab es 1959 in der „Mausefalle“ eine Aufführung der damaligen Stuttgarter Jugendtheatergruppe. Der Inhalt des Stückes war das Leben des ...

Kommentare

von Rudolf Schneider, am 29.11.2008 17:25 Uhr

Die Ode an die Freude gehört zum Kulturerbe der Welt - mitsamt der 9.Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Deshalb steht auch das Schiller-Denkmal gut in der Innenstadt vor dem Alten Schloss.

von Waltraud Beck, am 07.02.2009 17:31 Uhr

Zum besseren Verständnis des Zusammenhangs von Friedrich Schiller und dem Stuttgarter Liederkranz hier eine kurze Darstellung der Vorgeschichte:

Die Freyheitsfeier am 15.12.178O, die von Herzog Carl Eugens gegründeter Hoher Carlsschule und anderer Einrichtungen ausging, führte zur Bildung einer namenlosen Vereinigung ehemaliger Carlsschüler.
Angehörige waren v.a.: Friedrich Schiller, Zumsteeg, Hetsch, Thouret.. Danneker
daraus entstand 1783 die ?Sonntag-Abend-Gesellschaft? mit namhaften Gönnern ,
hinzu kamen aus Kunst, Wirtschaft und Politik bedeutende Persönlichkeiten
ab 1824 wurde daraus der ?Liederkranz? gegründet.



Stuttgarter Zeitung
 
 
von Zeit zu Zeit